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Vinyl ist wieder angesagt – das Comeback der Schallplatte

Das „schwarze Gold“ wird immer beliebter. Seit dem Jahr 2007 steigen die Vinyl-Verkäufe; immer mehr Musikliebhaber entscheiden sich ihre Lieblingsalben nicht auf dem Silberling zu kaufen, sondern greifen wieder auf das „schwarze Gold“ zurück. Vor allem Schallplatten des Heavy Metal-Genres sind beliebter denn je. Kein Wunder, dass immer mehr Rock- und Metal-Bands ihre neuen Werke nicht nur auf CD pressen, sondern auch auf Vinyl veröffentlichen. Doch nicht nur neue Werke werden auf Vinyl angeschafft; heute sind auch zahlreiche Jäger und Sammler unterwegs, welche alte Platten suchen und dahingehend auch hohe Preise bezahlen, um endlich alte Platten daheim verstauen zu können.

Knapp 2 Millionen Platten werden Jahr für Jahr verkauft

2014 gingen 1,8 Millionen Vinyl-Platten über den Ladentisch; ein sattes Plus von 27 Prozent, wenn man die Zahlen aus dem Jahr 2013 zur Hand nimmt. Auch im Jahr 2015 (die Zahlen reichen bis September) wurden 1,4 Millionen LPs verkauft. Ob die Verkaufszahlen von 2015 erreicht bzw. übertroffen wurden, ist noch nicht bekannt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass vor allem das Weihnachtsgeschäft noch für eine ordentliche Verkaufssteigerung gesorgt hat. Natürlich können derartige Zahlen nicht mit dem Rekordjahr 1978 (damals wurden 64 Millionen Vinyls verkauft) verglichen werden – aber sehr wohl mit den Verkäufen der 1990er Jahre. 1992 war das letzte Jahr, in dem knapp 2 Millionen Platten verkauft wurden. Der Siegeszug der CDs begann mit Mitte der 1990er Jahre; heute – rund 26 Jahre später – scheint es, als würde man der „neuen Technologie“ abschwören und wieder auf das „schwarze Gold“ setzen. Natürlich hat sich aber auch der typische Plattenverkäufer verändert. Während in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren noch jeder Musikfan seine Lieblingsmusik „auf Platte“ gekauft hat, sind es heute Männer, die zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, vorwiegend Rock und Heavy Metal hören und mit heutigen Chart-Musik wenig bis gar nichts anfangen können. Eine Flucht in eine alte, bessere Zeit, in der noch „richtig Musik gemacht“ wurde?

Die Vinyl-Charts zeigen, dass vor allem Metal- und Rock-Bands das Vinyl-Geschäft ankurbeln

Das beweisen auch die Vinyl-Charts. Dort finden sich vorwiegend Metal- und Rock-Alben. Aber die Charts zeigen, dass sich die Käufer langsam verändern und auch jünger werden – immer wieder schaffen es auch Pop-Musiker in die Hitlisten. Was vor einigen Jahren noch undenkbar war, wird heute immer mehr zur Normalität. Auch wenn die Schallplatten heute wieder so beliebt wie schon seit Jahren nicht mehr sind, bleiben die CDs noch immer an der Spitze. Denn natürlich genießt die CD auch einige Vorteile gegenüber den Schallplatten; die Silberscheiben können störungsfrei abgespielt werden, ihre Verpackung ist platzsparend und auch eine Mitnahme (etwa im Auto) ist möglich. Doch es ist das satte Klangbild von Vinyl, das Musikliebhaber begeistert. Selbst kleine Fehler oder Verzerrungen, die wohl der 0815-Musikhörer als störend empfinden würde, empfinden Schallplatten-Fans als angenehm und authentisch. Natürlich spielt auch das „Auflegen“ der Platte eine wesentliche Rolle. Während die CD lieblos in den Player geschoben wird, muss die Schallplatte zuerst aus ihrer Hülle genommen und aufgelegt werden; in weiterer Folge wird die Nadel aufgesetzt und der musikalische Genuss kann beginnen. Dass viele Vinyl-Ausgaben noch aufwendige Booklets haben, die auch mit Songtexten versehen sind, die Abbildungen auf den Covers besser zur Geltung kommen und der „Retro-Effekt“ seinen Teil dazu beitragen, sollte an dieser Stelle auch noch erwähnt werden. Das Musikerlebnis beginnt bei Schallplatten schon beim Herausnehmen der Scheibe; bei CDs wird dieses „Herausnehmen und in den Player schieben“ weder zelebriert, noch in irgendeiner Art gewürdigt und tatsächlich mit Bedacht ausgeführt.

Die Nachteile der CDs

CDs haben auch nicht nur Vorteile, sondern einen wohl gravierenden Nachteil – der Inhalt ist nicht auf Dauer gesichert. Denn die Silberscheiben altern tatsächlich. Das liegt an den Lack-Aufdrucken und Klebern, die für die Papphüllen verwendet werden. Kommt es zu Aussetzern, dauert es in Wahrheit auch nicht mehr lange, bis der CD-Player die Silberscheibe gar nicht mehr abspielen kann, da er sie gar nicht mehr erkennt. Kein Wunder, dass das „Deutsche Musikarchiv“ schon vor Jahren mit der Archivierung seiner CDs (rund 550.000 Stück) begonnen hat. Die Musik wird ausgelesen und in weiterer Folge auf Servern gesichert. Knapp 350.000 CDs konnten bereits auf einem Server übertragen werden. Schallplatten halten hingegen ewig. Wer Feuchtigkeit und direktes Sonnenlicht meidet, die Platten aufrecht hinstellt, wird ewig Freude am „schwarzen Gold“ haben. Auch heute können Schallplatten aus den 1960er oder 1970er Jahren problemlos abgespielt werden; ob die CDs der 1990er Jahre aber noch in 10 oder 20 Jahren vom CD-Player erkannt werden, bleibt abzuwarten.

Wo kauft der heutige Musikliebhaber seine Schallplatten?

Doch wo werden heute Vinyls gekauft? In zahlreichen Elektrofachgeschäften gibt es bereits wieder eigene Musikabteilungen, die nur mit Vinyl-Platten ausgestattet sind. Auch zahlreiche Plattenläden sind wieder am Markt vertreten, die sich auf das „schwarze Gold“ spezialisiert haben. Auch auf CD- und Schallplattenbörsen, Online-Flohmärkten und Online-Musikversendern gibt es ein riesiges Angebot an Schallplatten. Dass dabei nicht nur neue Platten, sondern auch Raritäten angeboten werden, ist kein Geheimnis. Auch die Jäger und Sammler haben sich neu formiert und haben sich auf die Suche nach wahren Raritäten begeben.